THINKING VULNERABILITY – MILOUSHKA BOKMA
Thinking Vulnerability untersucht die emotionalen Verbindungen, die im Kontakt mit anderen entstehen. Sich einem Menschen anzunähern, erfordert Empathie – die Bereitschaft, seine Welt und seine Erfahrungen verstehen zu wollen. Durch diese Nähe beginnen sich Grenzen aufzulösen: zwischen uns und den anderen, zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungen der Welt. Das Nachdenken über Verletzlichkeit und darüber, wie sie sich zeigt, bildet den Ausgangspunkt meiner Arbeit. Ich möchte erforschen, was unter der Oberfläche liegt und wie sich diese verborgenen Geschichten sichtbar machen lassen. Verletzlichkeit – und der Mut, sich verletzlich zu zeigen – begegnet uns in unterschiedlichsten Beziehungen: in Liebesbeziehungen, Freundschaften, in der Gesellschaft, in der Arbeit und in der Art, wie wir uns zur Welt verhalten. Ebenso geht es um die Verletzlichkeit in uns selbst.
Um diesen Gedanken nachzugehen, habe ich mit Tänzerinnen und Tänzern zusammengearbeitet, deren Körper eine Sprache sprechen, die über Worte hinausgeht, und Emotionen und Geschichten ausdrücken, die uns miteinander verbinden. Das kann roh und unmittelbar sein, ein Verschmelzen von Körpern oder auch ein Gefühl von Fremdheit in Haltung und Bewegung. Ich untersuche, wie unterschiedliche Körper zusammenfinden, sich miteinander verweben oder voneinander lösen und dabei mitunter eine neue Form entstehen lassen – ein Wesen zwischen Realität und Abstraktion. Dieses neue Wesen lädt uns dazu ein, unsere Schatten anzuerkennen, statt sie zu verbergen. Doch in der Annäherung begegnen uns zugleich das Unbehagen und die Unsicherheit, die mit der Konfrontation mit dem Unbekannten einhergehen.
Thinking Vulnerability explores the emotional connections we experience in contact with others. Getting close to someone requires empathy: a willingness to understand their world and experiences. Through this closeness, we break down barriers between us and others, between our perceptions of the world.
Thinking about vulnerability and how it manifests is my starting point. Within this work, I want to explore what lies beneath the surface and how I can make these hidden stories visible. Vulnerability and daring to be vulnerable are encountered in all kinds of connections: in a romantic relationship, a friendship, in society, in your work, in how you relate to the world. But also the vulnerability within yourself.
To explore these ideas, I have collaborated with dancers whose bodies speak a language that goes beyond words, and who express emotions and stories that connect us all. This can be raw, or rather a merging of bodies, or a sense of alienation in posture or movement. I explore how different bodies converge, intertwine, or even separate, sometimes creating a new entity. One that exists between the real and the abstract. This new being invites us to recognize our shadows, rather than hide them. But as we approach, we also encounter the discomfort and uncertainty that come with confronting the unknown.
// Miloushka Bokmas fotografische Arbeiten und Videoarbeiten wurden international in Museen, Galerien sowie auf Film- und Videodance-Festivals präsentiert. Zu den jüngeren Präsentationen zählen Cinedans im Eye Filmmuseum Amsterdam, LAB111 in Amsterdam, das Museum aan de Stroom (MAS) in Antwerpen, das Video Dance Project in Athen, das Festival Miden in Griechenland, das Nordic Light Festival in Norwegen sowie das POOL Movement Art Film Festival Berlin. Darüber hinaus wurden ihre Arbeiten auf Festivals in Havanna, London, Barcelona und Budapest gezeigt, wo sie beim Budapest Short Cut Film Festival ausgezeichnet wurde. Neben ihrer Filmarbeit präsentiert Bokma regelmäßig Fotografie und Video in Ausstellungen in den Niederlanden und international.
// Miloushka Bokma’s photographic and video work has been presented internationally at museums, galleries and film and video dance festivals. Recent presentations include Cinedans at Eye Filmmuseum Amsterdam, LAB111 Amsterdam, Museum aan de Stroom (MAS) in Antwerp, Video Dance Project Athens, Festival Miden in Greece, Nordic Light Festival in Norway and POOL Movement Art Film Festival Berlin. Her work has also been shown at festivals in Havana, London, Barcelona and Budapest, where she received an award at the Budapest Short Cut Film Festival. Alongside her film work, Bokma regularly presents photography and video in exhibitions in the Netherlands and internationally.
- Titel: Thinking Vulnerability
- Director//Regie: Miloushka Bokma
- Choreography//Choreographie: Miloushka Bokma
- Country of Production//Land: Netherlands
- Year of Production//Jahr: 2026
- Duration//Dauer: 00:12:05
- Dance and Performance//Tanz: Nina Keijzer, Filippo Gualandris, Niek Wagenaar, Linde Wagemakers
- Camera//Kamera: Josje van Erkel / focus puller: Bianca van Riemsdijk
- Montage: Falcke Penso
- Sound//Ton: Rutger Zuydervelt
- Music//Musik: Rutger Zuydervelt
- Gaffer//Licht: Valerie Blom
- Webpage//Webseite: http://www.miloushkabokma.nl
